Vergleichstest MultifunktionsdruckerDie besten Multifunktionsgeräte mit FaxErschienen am 29. Oktober 2008 | pcwelt.de
Wer nun denkt, dass jede Fax-Kombi selbstverständlich einen automatischen Dokumenteneinzug hat, irrt. Genau dieser fehlt etwa dem Brother MFC-235C. Hier muss der Anwender die Blätter selbst nacheinander auf das Vorlagenglas legen. Außerdem unterscheiden sich die Geräte in der Papierkapazität des Einzugs: So fasst der Einzug des Epson Stylus SX600FW bis zu 30 Blätter, während der des Canon Pixma MP830 auf maximal 35 Blatt Papier ausgelegt ist. Der Einzug lässt sich nicht nur zum Faxen, sondern auch zum Kopieren und Scannen nutzen. Hier bietet das Canon-Modell ein nützliches Zusatzfeature: Es liest nicht nur einseitige Vorlagen ein, sondern auch vorne und hinten beschriebene, sozusagen Duplex über den automatischen Vorlageneinzug. Schnittstellen - je mehr desto besserMan könnte meinen, dass inzwischen jedes Multifunktionsgerät mit USB 2.0 Hi-Speed ausgestattet ist. Ganz so einfach ist es jedoch nicht, denn noch immer verbauen Hersteller die langsamere Schnittstelle USB 2.0 Full-Speed, wie etwa Brother beim MFC-235C. Das ist veraltete Technik, die bei datenintensiven Arbeiten spürbar zu Lasten der Arbeitsgeschwindigkeit geht. Andere Kombis setzen auf möglichst viele Schnittstellen: So lassen sich die Modelle HP Officejet 6310, Epson Stylus SX600FW und Lexmark X7675 neben USB per Ethernet ansteuern, die beiden letzteren Geräte außerdem sogar noch drahtlos via WLAN.Trotz dem Multifunktionsgeräte mit Fax-Funktion in erster Linie für den Büroeinsatz gedacht sind, bieten sie in der Regel auch Möglichkeiten zum Drucken ohne Rechner wie Pictbridge-Port oder eingebaute Einschübe für Speicherkarten. Achten Sie jedoch darauf, dass auch Ihr Kartentyp unterstützt wird. Es ist genauso wenig immer der Fall wie die Kompatibilität zu High-Capacity-Karten (HC).
Weitere AusstattungsmerkmalePraktisch im Büroalltag ist eine integrierte Duplex-Einheit, wie sie die Kombis Canon Pixma MP830 und Lexmark X7675 mitbringen. Denn so lassen sich Vorder- und Rückseite eines Blattes automatisch bedrucken. Das hilft Papier zu sparen.Verbreitet sind ins Gerät eingebaute Displays für die Bedienung ohne Rechner. Die Geräte von Epson, Lexmark und Canon bieten das, die Vertreter von Brother und HP beschränken sich auf ein Zahlen- beziehungsweise Schriftdisplay. Bonuspunkte in Sachen Ausstattung konnte der Canon Pixma MP830 dank zweiter Papierkassette und CD-Druckfunktion für sich verbuchen. Aber auch der Lexmark X7675 wurde dafür belohnt, dass Kartuschen mit hoher Reichweite im Lieferumfang eingeschlossen sind.Verbrauch - Tinte und StromGerade im Büroeinsatz sind niedrige Folgekosten ein wichtiges Kriterium. Hier liegt der Fokus zuerst einmal auf den Seitenpreisen. Im Test gehen wir beim Ermitteln der Kosten von Kartuschen mit höchster Füllmenge aus. Hier kam das Gerät von Epson auf günstige 2,5 Cent für das schwarzweiße und 5,5 Cent für das farbige Blatt. Gleichzeitig überzeugte es im Umgang mit Energie. Trotz der Fax-Funktion schaltete es auf niedrige 3,4 Watt im Ruhemodus und ging ausgeschaltet auf 0 Watt. Das ist nicht immer der Fall: So sinkt der Stromverbrauch beim Brother-Modell auch nach dem Betätigen des Netzschalters nicht unter 2,0 Watt, der des HP-Geräts gar nicht unter 8,7 Watt.Drucktempo und QualitätIm Büroalltag muss es schnell gehen. Sie haben einfach keine Zeit, ewig auf einen Druck, Scan oder eine Kopie zu warten. Dabei geht es weniger um Ausgefallenes als vielmehr um das Erledigen von Basisaufgaben wie etwa den Textdruck oder das Kopieren eines Farbblattes oder mehrerer Schwarzweiß-Seiten. Als flotte Arbeiter haben sich im Test die Vertreter von Canon und Epson erwiesen. Bei den Modellen von Brother, Lexmark und HP ist mehr Geduld gefragt.Genau wie beim Arbeitstempo zählen bei der Qualitätsbeurteilung die grundlegenden Talente eines Bürokombis. Scharfe Buchstabenränder sind hier wichtiger als ultrasanfte Nuancen bei Farbübergängen. Umso besser aber, wenn sich das Gerät als Allrounder herausstellt, der Ihnen sowohl gut leserliche Texte als auch tiefenscharfe Scans liefert.Plätze eins bis fünfPlatz 1: Canon Pixma MP830Das Multifunktionsgerät ist nicht mehr ganz taufrisch, kann sich jedoch immer noch glänzend mit anderen Geräten messen. Es arbeitet flott und liefert qualitativ hochwertige Ergebnisse. Zudem stimmt die Ausstattung mit Duplex-Einheit, zwei Papierfächern und sogar CD-Druckfunktion. Viel Leistung fürs Geld. Platz 2: Brother MFC-235C Ein kompakter Alleskönner für Anwender die wenig Platz haben, aber ein Gerät mit Fax-Funktion benötigen. Der Anschaffungspreis ist angesichts der Ausstattung niedrig, die Folgekosten vertretbar und die Leistung für die meisten Aufgaben des Alltags ausreichend.Platz 3: Epson Stylus SX600FW Ein solides Kombigerät, das sich insbesondere für Büroaufgaben empfiehlt. Es lässt sich flexibel ansteuern und ist sowohl im Stromverbrauch als auch hinsichtlich der Seitenkosten genügsam. Allzu hohe Ansprüche an den Fotodruck erfüllt es jedoch nicht. Platz 4: Lexmark X7675 Das Kombigerät ist schon angesichts der Schnittstellenvielfalt auf das Büroumfeld zugeschnitten. Dort wäre es noch besser aufgehoben, wäre es im farbigen Drucken im Test flotter unterwegs gewesen. Dafür stimmt der Umgang mit Energie. Lobenswert sind die mitgelieferten XL-Kartuschen und die fünf Jahre Garantie, die der Hersteller nach Registrierung des Geräts gewährt. Platz 5: HP Officejet 6310 Das Kombigerät lässt sich lokal und aus dem Netz ansteuern. Die Qualität reicht für Büroaufgaben vollkommen aus. Abzüge gab es allerdings bei den Ergebnissen rund ums Foto. Und dass, obwohl das Multifunktionsgerät mit Pictbridge-Port und Speicherkartenslots die Voraussetzungen für den Umgang mit Fotos durchaus mitbringt. Fazit - Neues oder BewährtesNicht immer ist das aktuellste Multifunktionsgerät auch die beste Wahl. Beispiel Treiber: Ist bei Ihnen etwa noch Windows 2000 oder sogar Windows 98 in Benutzung, können Sie mit einem ganz neuen Kombigerät Probleme kriegen. Denn vielen Modellen liegen nur noch Treiber für Windows XP und Vista bei. Und auch auf den Support-Webseiten der Hersteller werden Sie in diesen Fällen meist keine älteren Treiberversionen finden. Sind die Geräte jedoch schon etwas länger im Handel, ist die Unterstützung älterer Betriebssysteme eher gewährleistet. Erkundigen Sie sich am besten vor dem Kauf. Das spart Ihnen Zeit und Ärger. Beispiel Nachfülltinte: Gerade bei Geräten, die auf Tintenstrahltechnik beruhen, lassen sich die Hersteller immer neue Hürden einfallen, damit sie sich ausschließlich mit Originaltinte verwenden lassen. Erst eine gute Weile nach Markteinführung gelingt es den Drittanbietern meist, die Schwierigkeiten zu überwinden und Nachbauten der Kartuschen mit günstigerer Tinte anzubieten. Wer nun in seinem Büro viel druckt oder jede Menge Faxe erhält, kann mit der Billigtinte so manchen Euro einsparen. Ein Genuss, in den er bei länger eingeführten Modellen sofort kommt, während er bei topaktuellen Multifunktionsgeräten darauf erst warten muss.powered by © www.pcwelt.de
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